Fensterglas wird heute im so genannten „Floatverfahren“ hergestellt, welches die Herstellung von Wohnglas entscheidend verbilligt hat. Dies hat auch den Einsatz von Glas in der Solararchitektur rentabel gemacht. Seit den späten 60er Jahren des 20. Jahrhunderts ist es das Standardverfahren bei der Herstellung hochwertiger Fachgläser.
Das Naturmaterial Glas wird jedoch bereits seit der späten Steinzeit, ca. 7000 Jahre vor Christus, verwendet. Die Rohstoffe, die man zur Herstellung von Glas benötigt, Quarzsand, Soda und Kalk, waren damals schon bekannt, jedoch war die Glasproduktion sehr viel aufwendiger als dies heute der Fall ist.
Neben dem Floatglas, auch Flachglas, gibt es verschiedene weitere Verglasungen, wie etwa Brandschutzverglasung und Isolierverglasung. Diese Glassorten unterscheiden sich in diversen Werten der Verglasung voneinander. Beim Bau eines Glasdaches kommt in der Regel Energiesparglas zur Verwendung.
Wichtige Werte zur Verglasung sind zum einen der (u)k-Wert (W/m2K), welcher anzeigt, wie viel Wärme durch das Glas von innen nach außen dringt, zum anderen der g-Wert (%). Der g-Wert gibt an, wie viel Prozent der Sonnenergie durch das Glas von außen nach innen gelangt. Diese Werte sind folglich besonders hinsichtlich der Energieeffizienz zu beachten. Bei Einfachglas liegt der k-Wert etwa bei 5.5 W/m²K und der G-Wert bei 83%, während der k-Wert des Wärmedämmglases bei 1.1 W/m²K liegt und der g-Wert bei 57%.